Tag 5 – Jaipur

Die letzten Tage habe ich aus der Erinnerung heraus geschrieben. Jetzt bin ich wieder Up-to-date und tatsächlich haben wir heute den 5ten Tag. Ausschlafen gab es aber auch am fünften Tag nicht wirklich – um 6:30 Uhr wurden wir geweckt. Ab 7 Uhr gab es Frühstück – hier in Jaipur ist es zwar ein schönes Hotel, aber das Frühstück war eher bescheiden. Ich habe auch sehr wenig geschlafen, gestern Abend noch die technischen Feinheiten des Zugriffs aus Indien überwunden und dann war das Bett plötzlich zu unbequem, die Umgebungsgeräusche zu laut, die Klimaanlage auch (deshalb habe ich sie ausgeschaltet, was dann wieder dazu geführt hat, dass es zu warm war). Ich glaube, bis 2 oder halb drei habe ich mit dem Schlaf gerungen.

Also habe ich es heute morgen erstmal langsam angehen lassen – der Kaffee (Pulver) konnte dazu nicht viel beitragen. Aber ich konnte das recht schnell verschmerzen, als ich gehört habe, dass es 2 meiner Mitfahrer viel schlechter geht und Sie beide Übelkeit bzw. Magen-Darm haben und deshalb heute nicht mitgehen werden. Hoffen wir mal auf baldige Besserung und dass Sie heute Abend schon wieder fit sind. Eine dritte Person wollte heute nicht so früh mit, zumal Ihr das Programm nicht ganz so geheuer war – warum dass kommt gleich.

Also sind wir nur zu 6 + Guide vom Hotel um 7:30 Uhr aufgebrochen und sind in Richtung Fort Amber gefahren. Ein erster Stopp vor der Fasade des Palastes der himmlischen Winde war trotz bedecktem Himmel sehr schön. Wir hatten die Möglichkeit, gegenüber der Fasade auf die Dachterrasse zu kommen und schöne Fotos zu machen. Weiter ging es dann zum Fort, dass etwas ausserhalb von Jaipur liegt. Gegen 9 Uhr sind wir dort angekommen und haben das Transportmittel gewechselt. Um auf das Fort zu kommen nehmen die meisten Touristen – so auch wir – den Elefanten. Und genau das war der Grund, wieso die dritte Person heute nicht mitgehen wollte. Man sitzt also zu zweit auf dem Rücken des Elefanten auf einer Art Plattform, zwischen den Ohren sitzt der Elefantenführer und bringt einen nach oben. Ein tolles Erlebnis – auch wenn es ziemlich schaukelt. Girisch hat natürlich wieder alles organisiert, so auch die üblichen Trinkgelder verteilt, und so ritt ich mit einer Mitfahrerin (deren Mann leider flach liegt) und die auch ein wenig Muffensausen hat, ob das gut geht, auf den Berg. Hat viel Süaß gemacht. Im Einstiegs bereich wimmelt es von fliegenden Händlern, die eine ganz besonders gemeine Art der Produktanpreisung haben. Wir wurden aber von Girisch vorgewarnt. Der Trick dieser Händler, man sagt, dass es z.B. nur 10 kosten würde (was in Rupien sehr wenig ist – ca. 0,13 €), aber wenn man dadurch Interesse zeigt, sagt man die Währung – also z.B. Euro (was aber wiederum bei 10 Euro teuer ist für das Zeugs, und entsprechend 700 Rupien entspricht). Raffiniert!

Wir haben aber dank der Vorwarnung uns für nichts interessiert und sind gemütlich den Berg hochgeritten worden. Natürlich hat der Elefantenführer es doch noch mal versucht und sich umgedreht, um ein Foto von uns zu machen. Und wollte dafür hinterher Geld sehen. Und auf dem Weg standen Fotografen, die ein Foto von uns gemacht haben, und es uns hinterher teuer verkaufen wollten. Indier sind sehr geschäftstüchtig – wobei ich glaube, dass das rund um die Welt an allen Sehenswürdigkeiten der Touristen so ist.

Oben im Fort angekommen haben wir die 3 Höfe besichtig, den Hamam der dort ist, die Gemächer der (bis zu) 12 Frauen des Maharadschas, Sommer- und Winterhaus und einiges mehr. Bilder habe ich genug.

Nach diesem Besuch sind wir mit dem Jeep wieder nach unten zum Bus gefahren – auch ein Erlebnis. Bisher haben wir den indischen Verkehr immer nur vom Bus aus erlebt. Schon darüber werde ich mal noch berichten und Bilder einstellen, aber es ist kein Vergleich zu einer Jeepfahrt, die zwar nicht lange dauert, aber man sitzt halt viel dichter dran am Verkehr. Ich konnte auch vorne sitzen, neben dem Fahrer, was den Eindruck noch verstärkte.

Nach dem Fort haben wir einen kurzen Fotostopp vor dem Wasserschloß des Maharadschas gemacht und anschließend zu einer Weberei und Stofffabrik gefahren. Wie auch hier üblich, wird man als Tourist natürlich zu solchen Stellen gebracht. Man muss nichts kaufen, aber die sind schon so gut geschult, dass Sie einen um den Finger wickeln. Beim Juwelier gestern habe ich noch wiederstanden, jetzt habe ich tatsächlich etwas gekauft. Auch die anderen haben zugeschlagen und so sind wir erst kurz nach 12 Uhr da wieder rausgekommen.

Den Nachmittag haben wir jetzt frei – deshalb konnte ich auch die letzten Tage nachschreiben. Um 19 Uhr bzw. 18:30 Uhr geht es dann weiter, heute Abend steht noch ein gemeinsames Abendessen auf dem Programm. Davon aber morgen oder übermorgen mehr.

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