Tag 3 – Agra nach Ranthambhore

Es wurde ein langer Tag. Bereits um 6:45 Uhr war wieder wecken, dann Frühstücken und auschecken. Pünktlich um 7:30 Uhr ging es los von Agra in Richtung Westen. Wir haben den ursprünglichen Plan, noch einmal in einem Fort auf dem Weg zu halten, gestern verworfen, um rechtzeitig in Ranthambore zu sein. Aber bis dahin sind es 7 Stunden über Schotter und Ruckelpisten. Kein Spaß, auch wenn die Szenen rund um den Bus manchmal sehr komisch und grotesk anmuten. Aber das muss ich noch mal in den kommenden Tagen genauer beschreiben.

Nach 7 Stunden, 1x verfahren, 2x Pinkelpausen und ganz viel Spaß im Bus, sind wir dann in Ranthambore angekommen. Dort ist es noch heißer als in Agra und vor allem strahlender Sonnenschein. Nach dem Einchecken in das Zelt (wir haben eine Zeltunterkunft – mit Strom und Dusche und Telefon gebucht), haben wir uns bereit gemacht, für den Bus. Ja, die 7 Stunden waren es noch nicht ganz, denn wir wollten noch am selben Nachmittag in den Nationalpark Ranthambore fahren, und dahin gelangt man mit offenen Cabrio-Bussen.

Trotz hektischem Busfahren vorher und einem nur sehr sehr kurzen Mittagessenstop in dem Hotel (10 Minuten Zeit) waren wir zwar pünktlich um auf den nächsten Bus zu warten, aber der kam nicht. 30 Minuten zu spät kam er dann und es ging in Richtung Nationalpark. Nach wenigen Auto bzw. Busminuten waren wir am Rand des Nationalparks. In diesem Park gibt es noch über 50 freilebende Tieger und allerlei sonstiges Getier. Natürlich so was zahmes wie Rehe, Affen, und ähnliches, aber auch gefährlichere Buschen wie Bären, Leoparden, Krokodile und sonstiges Wildgetier. Bären sind zu scheu um oft gesehen zu werden, Leoparden zu schnell. Also blieb die Hoffnung auf einen Tiger.

Aber das Gebiet umfasst 1000 Quadratkilometer, ist nur für 20 – 25% des Parks für Touristen erlaubt und so sind die Wahrscheinlichkeiten nicht sehr hoch. Aber zur Zeit ist Trockenzeit, und so müssen die Tiger morgens oder abends die Wasserstellen aufsuchen um zu trinken. Eine Chance für uns.

Aber heute Abend sollte es nicht sein – wir haben zwar Affen ohne Ende gesehen, auch natürlich Rehe und Wildschweine. Und sogar Krokodile an einem Wasserteich – aber kein Tiger. Auf dem Rückweg kommt man an einer Station vorbei und von dort kam das Gerücht, dass ein paar Minuten (halbe Stunde?) zuvor ein Tiger in der Nähe des Eingangs am ersten Kontrollposten gesehen worden ist. Wir also alle Mann mit diesem Cabrio-Bus durch den Wald geheizt um vielleicht doch noch einen Tiger in freier Natur zu sehen – aber es hat am Ende nichts genutzt. Wir haben keinen Tiger gesehen.

Gegen 19:30 Uhr waren wir wieder am Camp und dort gab es Abendessen in Buffetform. Danach sind wir noch kurz vor unseren Zelten gesessen, haben noch den Sun-Downer Whisky getrunken und sind dann aber alle recht pünktlich ins Bett, denn morgen soll es wieder so früh losgehen. Um 5:45 ist wecken angesagt.

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