Tag 5

Unterwegs

San Francisco, Napa Valley, Calistoga, Lincoln, South Lake Tahoe

Dienstag, 18. September 2012

Heute war der erste, und vielleicht auch längste Fahrtag. Um 9:00 Uhr war ich bei der Vermietungsstation “Alamo” und war schon aufs schlimmste eingestellt. Als ich gestern mit dem Bus an der Station vorbeigefahren bin, habe ich lange Schlangen vor der vermuteten Station gesehen. Auch heute Morgen war es um kurz nach 9 schon sehr voll, wenn auch nicht so lange wie gestern. 30 Minuten dauerte es aber schon – umringt von Deutschen und 2 Schwedischen Päarchen muss ich feststellen, dass Deutsche einfach gerne mosern und in Schlangen stehen. Fast alle hatten TUI Reisegutscheine, offenbar der Reiseanbieter für USA 🙂

Ich fahre einen Chevroler Impala – SUV waren aus, alle Deutschen scheinen SUV zu mieten, denn der Satz kam bei jedem vor mir. So sah der Impala 1966 aus, und so heute.

Auto abholen, sich mit den Schaltern und Hebel des Impala vertraut machen, dann noch einen Kaffee trinken, es war so 10:30/11:00 bis ich weggekommen bin. Eine kurze Schrecksekunde hatte ich, als der Schaltermensch neben mir einem deutschen Päarchen erzählte, dass 90% der europäischen Navigationssysteme in den USA wegen einer anderen GPS Frequenz nicht gehen würde. Der Typ hatte nämlich vor dem Office versucht, sein Tomtom oder was es war, zu starten – ohne Erfolg. Aber, als ich draussen mein iPhone Navi eingeschaltet hatte, schnurrte mein Navi ohne Probleme. Danach ist mir aufgefallen, dass der Typ eh Blödsinn erzählt hat, denn GPS kennt keine Ländergrenzen – wahrscheinlich hat er es mit Mobiltelefonen verwechselt. Immerhin hat er den Beiden das Navi für $ 129,- vermietet – meine USA Software hat 39,- € gekostet 😉 Wahrscheinlich hat der Deutsche nicht drann gedacht, für sein Navi USA Karten zu laden, da nutzt das beste Signal nichts ohne Karten.

Kaum saß ich im Auto und bin losgefahren, bin ch auch schon falsch abgebogen (weil ich dachte, ich wüsste es besser als das Navi) und gegen die Einbahnstraße gefahren. Bein 4 Spuren kann man sich da auch mal vertun … Danach hab ich mich brav ans Navi gehalten.

Natürlich musste ich dann doch mal die Lombard Straße runter (war heute gar nicht so viel los wie am Sonntag), danach gings dann über die Golden Gate Bridge in Richtung Norden.

Zuerst habe ich mir das Napa Valley – die berühmte Weingegend, ausgesucht und durchfahren. Man sieht schon Trauben, und ich habe es mir industrieller vorgestellt. Eigentlich eine sehr schöne Gegend, allerdings kannte ich keinen der Winzer und bin deshalb eher gelangweilt durchgefahren. Am Ende bin ich dann in Richtung Osten abgebogen. Gleich nach dem Valley geht es die Berge hoch. In der Gegend muss es häufig brennen, die Gegend ist sehr trocken und es herrscht zur Zeit höchste Feuergefahr. Man fährt auch an Flächen vorbei, die schwarz verkohlt sind.

Weiter ging es dann nach Osten, und ich habe mich an die Kindertage erinnert. Als man Geschichten vom Colorado, vom El Creek, dem Goldrausch und so weiter gelesen hat. Und heute bin ich durch diese Gegend gefahren, sehr beeindruckend, auch wenn es in der Gegend vor 100 Jahren sicher nicht so einfach war, von West nach Ost zu kommen.

Und jetzt bin ich in South Lake Tahoe – einem großen See, den ich auch in der Kindheit oft gesehen habe, ohne es zu wissen. Denn östlich des Sees, zwischen dem Lake Tahoe und dem Washoe Lake hat der Brand auf der Karte begonnen, und dann sind sie geritten, die Cartwrights – die Serie Bonanza. Die Pondorosa, die es in echt nie gegeben hat, liegt am nördöstlichen Ufer des Lake Tahoe (ich sitz aber im Süden :-))

South Lake Tahoe ist eine furchtbare Stadt, offenbar dominiert vom See und dem sehr nahen Skigebiet. Typisch Amerikanische Lodges, Inns und eine einzge, zugepflasterte Straße. Aber der Blick auf den See ist vom Balkon aus gigantisch.

Ausgebrannte Wälder
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Creek River
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Blick vom Zimmerbalkon
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Tiefblauer Himmel
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Mit Hilfe der App My Vacation HD von meinem iPad gesendet (www.myvacationapp.com)

2 thoughts on “Tag 5”

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