Aldiana – Tag 11

Heute war es soweit, der geplante Quad-Ausflug stand an. Morgens konnte ich noch gemütlich frühstücken und auch noch mal für knapp etwas über eine Stunde mich in die Sonne legen. Dann habe ich „festes“ Schuhwerk angezogen und bin außerhalb des eigentlichen Clubs zum vereinbarten Abholpunkt gekommen – einer Bushaltestelle. Etwas vor der geplanten Zeit hielt auch ein Van und ich konnte als letzter von insgesamt 7 Mitfahrern einsteigen. Wir haben danach zwar noch an der Iberostar Anlage in unserer Nachbarschaft gehalten, aber entweder ist dieser Teilnehmer nicht erschienen oder er wurde auf den zweiten Van aufgeteilt, der auch noch fuhr.

Wir sind dann in den Hafen von Morro Jable gefahren, genauer in die Calle la Serreta, einer kleinen Straße mitten am Hafen. Dort war eine – ich würde tippen – ehemalige Autowerkstatt (oder noch?, denn Sie haben im hinteren Teil an eigenen Autos rumgeschraubt) und haben erstmal eine Versicherung abgegeben und unterschrieben, dass wir ordentlich fahren und mit den Fahrzeugen keinen Quatsch machen. Wie sich herausgestellt hat, ist es eine Gruppe je Ausfahrt mit Quads oder Buggys. Das macht natürlich für den Veranstalter sinn – zumal diese Ausflüge täglich stattfinden und wie ich am Wendepunkt vom Führer erfahren habe, sogar 2x am Tag.

Nach einer Video-Einweisung und der Ausgabe von Brillen (für die Buggy Fahrer) und Helmen (für uns Quad Fahrer) ging es auch zu den Fahrzeugen, die bereits aufgereiht auf einem Parkplatz standen. Ich weiß nicht, wie viele PS diese Quads haben, aber man konnte teilweise schon Gas geben und sie sind gut angezogen. Allerdings fährt man fast die ganze Zeit im Naturschutzpark herum und darf offiziell nicht schneller als 40 km/h fahren.

Das einzig Schwierige beim Quad-Fahren ist das Gas geben, denn das macht man nicht, wie bei einem Motorrad, in dem man am Lenker dreht, sondern es gibt auf der rechten Seite einen Hebel, der mit dem Daumen bedieht wird, und der das Tempo bestimmt. Mich als ungewohnter Quad-Fahrer hat das schon Kraft gekostet, für 1,5 – 2h diesen Hebel immer wieder zu ziehen und wieder loszulassen, man braucht schon etwas Kraft und geschick, um nicht einen Krampf zu bekommen. Dafür war der Rest sehr leicht. Wie bei einem Elektrofahrzeug (das Quad war keiner, eher ein alter Spritstinker – wir sind in Spanien 🙂 ) stoppt das Fahrzeug, sobald man vom Gas geht. D.h. Das Bremsen war nur bei wirklich schnellem Tempowechsel notwendig – ich glaube, so toll waren die auch nicht. Aber in sehr engen Kurven hat man sie schon benötigt. Ansonsten wird in Kollone gefahren, d.h. es gibt ein Begleitfahrzeug (in unserem Fall ein Toyota SUV) das voran fährt und eigentlich auch ein Fahrzeug, was den Schluß macht. Aber irgendwie habe ich das Schlußfahrzeug bei uns nicht bemerkt. Die Quad-Fahrer kamen zuerst (wir waren 2 Quads) und danach die Buggys. Ich war gleich der erste Fahrer hinter dem Führungsfahrzeug, was glaube ich sehr gut war, da die Strecke doch sehr staubig war und ich so „nur“ den aufgewirbelten Staub des Toyotas sowie ggf. entgegen oder überholende Fahrzeuge abbekam. Ich glaube, je weiter hinten man fuhr, desto mehr Staub hat man abbekommen.

Die Strecke ging wie oben geschrieben durch das Naturschutzgebiet – das ist zwar eine offizielle Straße, aber Sie ist zu einem sehr großen Teil nicht geteert sondern nr geschottert (mit sehr kleinem Schotter, also keine größeren Steine). Sie ist eigentlich sehr gut zu fahren, hat aber natürlich viel mehr Schlaglöcher oder Unebenheiten, als eine geteerte Straße. Aber wir wollten ja Quad fahren – und keinen Sonntagsausflug machen.

Vom Hafen ging es durch (in meinen Augen) sehr karge Vulkanlandschaft. Auf der einen Seite die vergangenen Vulkankrater, auf der anderen Seite der Blick auf den Atlantik – es war wunderbar. Ich hoffe, ich kann diese Eindrücke lange speichern. Es hat wirklich sau viel Spaß gemacht, und nach wenigen Metern einfahren, kam ich auch mit dem 4-Rädrigen Quad ganz gut klar. Während der Fahrt habe ich auch meine Actionkamera ausgepackt und versucht, einhändig zu filmen – leider hatte ich nicht daran gedacht, für die Kamera ein Lenkerhalter mitzunehmen (wie in Delhi bei der Fahrradtour – damals hatte ich nur vergessen, bei der Kamera den Ton einzuschalten, was dann zu einem Stummfilm wurde 🙁 ). Deshalb auch nur Teile der Fahrt auf Film, ich werde zu Hause mal schauen, was davon verwehrtbar ist und entsprechend einen kurzen Clip veröffentlichen.

Nach ca. 2 Stunden war wir wieder am Ausgangspunkt (man fährt die Strecke einmal hin zum Leuchtturm Punta Jandia und dann wieder zurück – die Strecke ist bei Google-Maps auch als Straße eingezeichnet. Es war wirklich toll – und sollte ich die Möglichkeit haben, sowas noch mal zu machen, werde ich es noch mal tun.

Den Rest des Nachmittags war ich nach einer ausgiebigen Dusche auf der Terrasse und habe den vorletzten warmen Sonnentag genossen.

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