Urlaub 2021 – Tag 1

Oha, es passiert mal wieder was mit dem Blog. Und der Grund ist, ich habe Urlaub, und sitze hier in Fuerteventura und denke mir, irgendwann werde ich mich (wie bei den letzten Urlaub-Blogs) freuen, mich noch an Dinge von diesem Urlaub zu erinnern, die ich sonst schon längst vergessen habe.

Nach 2 Jahren ohne „echten“ Urlaub (sprich, ohne weg gewesen zu sein), habe ich nach meinem Urlaub 2019 wieder Fuerteventura als mein Urlaubsdominzil ausgewählt und bin wieder im gleichen Aldiana Club wie schon vor 2 Jahren. Nur dieses Mal unter anderen Vorzeichen, noch ist die Pandemie nicht vorbei, noch gelten überall (so auch hier in Spanien) spezielle Regeln bzgl. der Pandemie.

Aber es ist warm, gerade (20:30) ist es ca. 25 Grad warm, ich sitze bzw. liege auf einer Liege auf meiner Terasse und genieße die laue Luft. Um mich herum sprenzen die Wasserschläuche das Grün an, es wird natürlich gegossen, wenn schon kaum Regen fällt. Das ist wohl das „Hauptproblem“ des Urlaubs (neben Kerosin-Verbrauch und CO2 Belastung), das man als deutscher Urlauber natürlich gerne in die sichere Sonne fährt, wo aber die Sonne „sicher“ ist, gibt es eben auch kein wirklich regelmäßiger Regen, also verdorrt alles außerhalb der Anlagen, die nur mit Hilfe von verlegten Wassersprenzern grün gehalten werden – schon irgendwie irrsinnig.

Aber fangen wir von vorne an, mein Wecher ging heute um 7:30, weil ich so zwischen 9 und 9:30 losfahren wollte. Ich hatte – wie beim letzten Mal auch – einen Parkplatz am Flughafen gemietet, so dass ich mit dem Auto angereist bin. Da der Rückflug immer sehr spät erst in München ankommt (irgendwas um 23:40 oder so), und ich dann schlechter vom Flughafen nach Hause komme, steht also mein Auto nun am Flughafen und wartet auf mich. Nachdem ich gefrühstückt hatte und noch die letzten Sachen im Koffer verstaut hatte, war ich auch kurz vor 9:30 startklar und bin zum Flughafen gefahren. Was ich erst gestern Abend gelesen hatte war, dass heute der München-Marathon stattfindet, und normalerweise geht der auch am Herkomer-Platz vorbei. Aber wohl wegen Corona war die Strecke heute hauptsächlich im Englischen Garten und in Schwabing, so dass keine meiner zu fahrenden Straßen gesperrt oder umgeleitet worden ist. So war ich recht pünktlich am Flughafen und habe – dieses Mal in P5 – mein Auto abgestellt. Der Weg vom Parkhaus P5 zum Terminal 2 war mit 10 Minuten angegeben, ich war etwas schneller, aber es ist recht schlecht ausgeschildert. Mal sehen, ob ich mir das bis kommende Woche gemerkt habe.

Am Flughafen hieß es dann erstmal anstehen – ich hatte bin mit Lufthansa geflogen, hatte aber keine Buchungsnummer, so dass ich mich am „normalen“ Schalter anstellen musste. Aber es ging, trotz gefühlt recht langer Schlange, sehr zügig und nach ca. 30 Minuten war ich auch dran. Der Flieger war wohl ziemlich voll, so dass ich nur noch einen Gangplatz bekommen habe (wobei ich Gangplätze bevorzuge), aber in 31C, der vorletzten Reihe. Nun ja, kein Problem, ich fliege ja in Urlaub und nicht zu einem beruflichen Meeting.

Einstiegen ging in Gruppen, wobei ich mich jedesmal bei sowas frage, ob es wirklich sinnvoll und ausgeklügelt ist. Klar, erst kamen die Businessklasse-Flieger, war recht voll wie ich später gesehen habe, dann die Familien mit kleinen Kindern (in Berlin, Hessen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und was weiß ich noch wo sind aktuell Ferien – und offenbar ist der Abflug von München (Bayern hat gerade keine Ferien) günstiger als von einem Ferienland. Auf jeden Fall hat man viel Hessisch, Berlinerisch aber auch Pfälzisch gehört. Und wahnsinnig viele Kinder … ich saß auch neben 2 Kindern, einem ca. 10-12 jährigen und einer 15-17 jährigen. Die Eltern saßen wohl eine Reihe dahinter. Waren aber ganz angenehm, wenn ich neben den Kleinkindern (4 – 6 Jahre) 2 Reihen vor mir gesessen hätte, wäre das viel „schlimmer“ gewesen.

Ich hatte Lufthansa gebucht, weil ich dachte, mensch, flieg ich doch wenigstens einen Weg mit einer „guten“ Airline, bei denen der Kunde noch respektiert wird, aber leider hat sich in Zeiten von Corona auch bei denen einiges getan. Und zwar zum Schlechteren. Hat es früher eine freie Auswahl von Getränken gegeben, und wenigsten ein Sandwich auf dieser Strecke von 4,25h Flugzeit, gab es dieses Mal eine 0.3 oder 0.5L Wasserflasche, und das wars. Alles andere konnte man kaufen, das passiert also, wenn man kein Wettbewerb im eigenen Land mehr hat und offenbar sich inzwischen einiges rausnehmen kann. Egal, ich habe nichts zusätzliches bestellt (tut mir mal ganz gut, eine Mahlzeit auszusetzen) und am Ende gab es sogar noch ein kleines Schokolädchen. Aber eines weiß ich, ich werde in Zukunft nicht mehr extra LH buchen, im Prinzip sind die kein deut besser als jeder andere Ferienflieger. Ob LH auf der Strecke teurer ist als TUI oder Condor kann ich nicht sagen, weil ich die Preise nicht kenne. Ich hatte eine „Gruppenbuchung“ (was auch immer Jahn-Reisen da in mir als Gruppe gesehen hat). Zurück fliege ich mit Condor, bin mal gespannt, auf deren Service.

Der Flug war angenehm, bei der Landung wir man jetzt Sitzreihe für Sitzreihe zum Aussteigen aufgerufen, auch so was, wo ich mir überlege, was es bringt. Ok, ich stehe nicht 10 Minuten neben dem Passagier im Gang (da man nicht aufstehen darf, bevor die Reihe nicht aufgerufen ist), aber dafür im nicht mehr klimatisierten Flugzeug, und darf im Sitzen die möglichen Viren einsammeln.

Am Flughafen haben Sie natürlich wieder kontrolliert, ob man auch geimpft ist, und das Gesundheitseinreisezertifikat ausgefüllt hat. Hatte ich beides, aber dann kam mein Koffer erst sehr spät. Er war einer der Letzten, dachte schon, ich müsste die ersten Tage nur in Jeans und Hemd rumlaufen. Aber er kam, und ich bin dann in Richtung Ausgang und zu den Schaltern gegangen. Das erste Mal wurde ich ja von Jahnreisen „persönlich“ gefahren, d.h. alle Jahn-Reisen-Bucher saßen in einem Bus, und der hat dann an jedem gebuchten Hotel gehalten. Das war schon mühsam, dafür war ich der einzige der bei Aldiana gebucht hatte und hatte somit die Rezeption für mich. Nun war es so, dass (obwohl wieder bei Jahnreisen gebucht) ich zu einem Aldiana-Schalter gehen sollte, und da mein Koffer so spät war, war ich wohl einer der letzten für den Bus. Der Bus war modern und ok, aber (wie auch der Flieger) bis auf den letzten Platz voll. Von wegen „wir halten genügend Abstand und füllen nur bis zur max. Anzahl mit Abstand auf“ – Lufthansa als auch Aldiana scheinen dann doch den (schnöden) Mammom über den Abstand zu stellen. Aber das tolle am Aldiana Bus war, er fuhr direkt und ohne Zwischenhalt zum Club, so dass wir nach 60 Minuten auch wirklich da waren.

Ich habe dieses Mal ein Zimmer sehr nahe am Haupthaus bekommen – 406, das Meer sehe ich nur sehr winzig zwischen den Bäumen. Beim letzten Mal hatte ich ein Bungalow weiter unten, mit schönem Blick auf Strand und Meer. Aber im Prinzip ist es wirklich egal, die Anlage ist schön, und jetzt habe ich es kürzer zum Essen.

Mein erstes Ceveza (Bier) habe ich natürlich auch schon getrunken, aber ohne Instagram Bild oder ähnlichem (ich hatte das Handy im Zimmer 🙂 ), und nun werde ich noch ein wenig die laue Nacht hier auf der Terasse genießen, bevor ich mich in die Heia mache und dann morgen einen Liegestuhl versuche zu ergattern. Auch hier, es gelten Corona und Abstandsregeln (wobei das bereits heute beim Abendessen mehr „Schein“ als Realität war, natürlich müssen wir Masken im Gebäude tragen, aber keine Kontrolliert den Abstand und sämtliche Pfeile auf dem Boden sind eher zur Deko, als kontrollierte Wege zu sehen.

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