iOS7

Mein erster Eintrag in diesem Blog über ein Betriebssystem, und dazu noch zu einem Apple Betriebssystem.

Ich gebe zu, ich bin bisher noch davor zurückgeschreckt, dass ich meine Windows Rechner auf Win8 aufrüste. Zu viel Negatives ist mir zu Ohren gekommen, so dass ich auch weiterhin auf Win7 unterwegs bin. Als aber letzte Woche das neue Betriebssystem für das iPhone und das iPad rausgekommen ist und ich die ersten Tage den “Nerds” überlassen habe, habe ich dann am Freitag aufgerüstet. Ich hatte Urlaub und deshalb am Vormittag ein paar Stunden Zeit. Also das Update angestoßen und nach einigen wenigen Minuten war mein iPhone (und danach auch mein iPad) mit iOS7 ausgestattet.

Der erste Kontakt zur neuen Oberfläche hat mich dann doch etwas überrascht. Da war plötzlich von dem – für mich persönlich – bisher sehr edlem Design nicht mehr viel zu sehen. Jetzt war es plötzlich bunt und grell. Vor allem die Gruppen sahen sehr ungewöhnlich aus. Ich musste zuerst meinen für iOS6 ausgewählten Hintergrund (Steinoptik) auf die Standardeinstellung von iOS7 zurücksetzen, um überhaupt mit den neuen Farben einigermaßen klar zu kommen.

Danach kam eine Phase, in der ich die neue schlichte Optik mochte. Die Farben sind furchtbar, aber die Schrift ist sehr angenehm zu lesen und auch das Design an Formen und Eingabehilfen ist gut gelungen.

Dann jedoch bin ich so an die eine oder andere Ungereimtheit gestoßen – und irgendwie ärgert mich das ziemlich. Es ist schon ungewöhnlich, wenn man so ganz eigene Wege im Design und der Bedienung geht – aber für Apple fast schon normal. Aber wieso muss man dann so viel (gutes) über Bord werfen, in einem Update? Angefangen mit dem löschen von Hintergrundprogrammen. Bisher war das sehr konsistent wie das löschen von normalen Programmen. Wenn man doppelt auf den Home-Button klickt, dann erschienen die Programme und man konnte durch langes drücken eines Symbols alle Symbole mit einem X markieren, um sie dort zu löschen. Das geht jetzt nicht mehr – bzw. nicht mehr so wie gewohnt. Zwar löscht man auf diesem Weg immer noch die normalen Programme, die Hintergrundprogramme werden jetzt aber so gelöscht, dass man diese “nach oben” zieht. Wieso? Warum kann man dies nicht einfach so konsistent lassen?

Weiter – bisher konnte man Einträge (z.B. in Emails) löschen, in dem man sie in der Beitragsliste nach rechts strich um dann auf “löschen” zu klicken. Jetzt muss man nach links streichen … hääähhh? Noch blöder ist, dass beim Wecker die Einträge weder auf die eine oder andere Art gelöscht werden – sondern, da muss man auf “Bearbeiten” gehen und danach auf den roten Löschbutton – Apple, ist das Benutzerfreundlich? Das sind doch alles Programme, die aus deiner Feder stammen – wieso kann man das nicht einheitlich gestalten?

Gänzlich verwirrt bin ich über die neuen Gruppengestaltung. Jetzt sehe ich nur noch 9 Apps in der Gruppe. Habe ich mehr Apps in dieser Gruppe, muss ich in der Gruppe nach rechts wischen … obwohl doch mehr Apps auf der Startseite platz gehabt hätten – wie vorher).

Insgesamt gibt es durchaus auch positive Aspekte des Updates (scheint etwas schneller zu laufen, auf meinem iPhone 5, und auch die Kontrollzentrale – wischen von unten nach oben – macht in meinen Augen viel Sinn) und mag ich. Aber dennoch finde ich den Bruch in der Bedienung teilweise sehr befremdlich und unschön. Insgesamt für mich ein gemischter Eindruck … hätte ich die Möglichkeit, würde ich (vorläufig) wieder iOS6 aufspielen.

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